Aufruf

Freiwillige dringend gesucht

Für die unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge sind wir immer wieder auf der Suche nach Mentoren und Mentorinnen.  Eine Mentorenschaft bedeutet, sich für eine bestimmte Dauer um einen einzelnen Jugendlichen zu kümmern. Als Mentor / Mentorin unterstützen Sie einen jungen Flüchtling zu Beginn seines Aufenthaltes in Deutschland. Der Jugendliche lebt in einer Wohngruppe und wird dort von PädagogInnen vor Ort betreut. Er hat bereits einen Amtsvormund und einen „Fallbeauftragten“ beim Jugendamt.

Zu diesem hauptamtlichen Hilfesystem kommt ein Mentor/eine Mentorin als ehrenamtliche Unterstützung hinzu, um den Jugendlichen individuell anzusprechen und zu begleiten, etwa um Deutsch zu lernen, gemeinsam einen Praktikumsplatz zu suchen oder Ausflüge zu unternehmen. Die Mentorenschaft wird mit dem Jugendlichen in Absprache mit den BetreuerInnen gestaltet. Weitere Informationen zu Mentorenschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gibt es auch auf der Homepage von Fluchtraum e.V. 

 

NachhilfelehrerInnen: Viele Jugendliche brauchen neben ihrem Schulbesuch Nachhilfe, vor allem in den Fächern Deutsch, manchmal auch in Mathematik und Englisch. Der jeweilige Lernstand der Jugendlichen ist unterschiedlich. Einige fangen gerade erst an, Deutsch zu lernen, und haben erst seit Kurzem einen Schulplatz. Andere sind schon in Maßnahmen zur Einstiegsqualifizierung und setzen sich mit praktischen Fragen oder auch dem deutschen Sozialversicherungssystem auseinander.

 

Ehrenamtliche VormünderInnen: Jugendliche, die ohne Eltern nach Deutschland kommen, haben einen Amtsvormund. Diese Person begleitet sie in Verfahren, in denen es um das Aufenthaltsrecht geht, unterschreibt z. B. Bibliotheksausweise, erteilt die Einwilligung zu größeren medizinischen Eingriffen und vertritt den Jugendlichen in rechtlichen Fragen. Die Betreuung im Alltag erfolgt in der Wohngruppe und ist über das Jugendamt geregelt.

Für den einzelnen Jugendlichen ist es oft besser, wenn er statt eines Amtsvormundes einen ehrenamtlichen Vormund hat. Der Vorteil liegt auf der Hand. Ein Amtsvormund  betreut häufig über 50 Fälle.  Ehrenamtliche VormünderInnen  dagegen kümmern sich um den einzelnen Jugendlichen, können mehr  Zeit für ihn aufbringen und auf seine Alltagsprobleme eingehen. Solche Vormundschaften werden in Bremen über Fluchtraum e.V. oder ProCuraKids e.V. vermittelt.

 

Bei Fragen und für weitere Informationen melden Sie sich gerne bei der Koordinationsstelle des Runden Tischs Borgfeld:

Insa Bertram

fluechtlinge@runder-tisch-borgfeld.de

Tel. 0162-7618375